Fachgruppe 5, Boot- / Eisrettungsausbildung
Leiter der Fachgruppe | Erwin Eibl |
Stellvertreter | Klaus Strohm |
Eisrettung
Jedes Jahr wird mit dem erstem Eis auf unseren Seen eine kleine Eisrettungsübung durchgeführt, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.
Auch heuer war dies wieder der Fall.
Als Eisrettungsgeräte stehen uns drei Möglichkeiten zur Verfügung.
1. Steckleiterteile:
Mit jenen kann man die Stelle mit dem Eingebrochenen sehr schnell sichern. Die Leiter wird über das Loch geschoben und der Verunfallte gesichert. Man kann versuchen, ihn auf die Leiter und diese wiederum samt Retter und Betroffenen dann an Land zu ziehen. Dies ist allerdings bei Schneebelag auf dem Eis sehr schwierig.
2. Spineboard
Ein sehr leichtes, aus Kuststoff bestehendes Brett, wird im gesamten Rettungsdienst, also auch bei Wasserwacht, Berwacht und Landrettung vorwiegend als Rettungsplattform genutzt. Durch die leichte Handhabung und Gewicht kann der Verunfallte rasch auf das Brett und somit auch leicht über Schnee gezogen werden. Hier drauf lässt sich der Betroffene auch anschließend über Land leicht transportieren, ohne umgelagert werden zu müssen.
3. Schlauchboot mit Alukiel
Wenn´s schnell gehen muß eher die letzte Möglichkeit, da schwer über die Eis- und Schneeflächen zu bewegen. Hier bewegt man sich mit Paddeln, gespickt mit Eisenzähnen, vor. Allerdings zum Sichern des Personals und zum Antransport von Personen, die auf das Eis gestürzt sind, wiederum die optimale Variante. Hierbei kommt auch das Spineboard wieder zum Einsatz, da hierauf der Patient gelagert wird.
Zum Eigenschutz gegen die Kälte und dem Wasser wurden hochwertige Schutzanzüge beschafft, welche auch von den Wasserrettungsdiensten genutzt werden.
Die Eisrettung ist vornehmlich die Aufgabe der Wasserwacht. Allerding ist die örtliche Nähe der meisten Feuerwehren doch oft für die Betroffenen von der Zeit her entscheidend. Es wird von der Integrierten Leitstelle immer die örtliche Feuerwehr, die der Einsatzstelle am nähesten gelegenen Eisrettungsmittel sowie die zuständige Wasserwacht auch mit Taucher alarmiert. Weiter kommen bei solchen Einsätzen mindestens zwei Rettungswägen ( einer für den Patient, einer für die Retter ), ein Notarzt, die Polizei sowie ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Anzahl der vielen Retter und auch Fahrzeuge ist damit gerechtfertigt, da es sich bei solchen Einsätzen immer um die Rettung von Menschenleben handelt, welches höchste Priorität hat.
Bei solchen Fällen ist immer den Weisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten, damit nicht noch mehr Personen in Gefahr geraten.
Es sei aber auch die sehr gute, in fachlicher sowie kameradschaftlicher Hinsicht, Zusammenarbeit mit Wasserwacht und Rettungsdienst erwähnt. Gemeinsam wurden bereits mehrere Übungen, Einsätze aber auch kameradschaftliche Treffen durchgeführt.











